Info zum Bahnengolf
Bahnengolf - Ein Sport für Jedermann
Bahnengolf kann vom Schüler bis ins hohe Alter betrieben werden, da dabei nicht Muskelkraft und physische Ausdauer sondern Geduld, Konzentrationsvermögen und Fingerspitzengefühl gefragt sind. Gespielt wird zwar in getrennten Kategorien, doch die Turniere (ausgenommen Westdeutsche und Deutsche Meisterschaften) werden in gemischter Besetzung ausgetragen. Damit ist Bahnengolf ein idealer Sport für Familien, die ihr Wochenende gemeinsam gestalten möchten. Abgesehen von Freundschaftsturnieren der zahlreichen Vereine, finden jedes Jahr Qualifikationsturniere zu den Westdeutschen Meisterschaften statt. Gespielt wird dabei in Einzel- und Mannschaftswettbewerben in verschiedenen Altersklassen sowie nach Geschlecht getrennt. In einigen Mannschaftswettbewerben entfallen diese Trennungen jedoch. Bahnengolf umfasst die Abteilungen Minigolf (Abt. 1), Miniaturgolf (Abt. 2), Cobigolf (Abt. 3), Sterngolf (Abt. 4) sowie seit neuestem das aus Skandinavien importierte Filzbahnensystem. Die Bahnen der einzelnen Abteilungen unterscheiden sich in Größe sowie Art der Hindernisse. Wer mit Erfolg an Westdeutschen Meisterschaften teilnimmt, kann sich zur Deutschen Meisterschaft, dort zur Europameisterschaft und schließlich sogar zur Weltmeisterschaft qualifizieren. Man sieht also, als aktiver Bahnengolfer hat man die gleichen sportlichen Erfolgsmöglichkeiten wie in den vielen anderen Sportarten auch.
Vereine und Verbände
Das Interesse daran, Bahnengolf nicht nur zur Freizeitbeschäftigung, sondern als Wettkampfsport zu betreiben wuchs immer weiter, so dass bald nach dem Entstehen der ersten Anlagen auch die ersten Vereine gegründet wurden. Nachdem der erste Versuch, einen gemeinsamen Dachverband für alle Bahnengolfvereine zu gründen, 1964 scheiterte, gelang es auf Initiative der Nordrhein-Westfälischen Vereine die Voraussetzungen für eine Gründungsversammlung zu schaffen. 1967 entstand der Deutsche Bahnengolf-Verband (DBV) und wurde schließlich 1969 Mitglied des Deutschen Sportbundes. Der Nordrhein - Westfaelische Bahnengolf-Verband (NBV) wurde 1966, mit 61 Vereinen und 1.700 Sportlern und Sportlerinnen, als erster Landesverband Mitglied im Landessportbund. 1980 kam es schließlich in der Schweiz zur Gründung eines internationalen Bahnengolfsportverbandes, der World Minigolfsport Federation (WMF) dem heute mittlerweile 25 Nationalverbände angehören. Dem Deutschen Bahnengolfverband sind heute insgesamt 350 Vereine mit rund 14.000 Mitgliedern angeschlossen, wovon alleine 103 Vereine aus dem Bereich des Nordrhein-Westfälischen Bahnengolf-Verband kommen. Der NBV ist damit der größte Landesverband des DBV.

Material
Im Gegensatz zum Golf benutzt man in der Regel nur einen Schläger. Dieser ist einem Putter nicht unähnlich, hat aber auf der Schlagseite ein bis zu zwei Zentimeter starkes Schlaggummi, um Bälle z. B. anschneiden zu können. Außerdem gleicht das Gummi die Unterschiede der unterschiedlichen Bälle beim Schlag aus (weiche, tote Bälle würden sonst am Schläger hängen bleiben , während harte, schnelle Bälle fast von alleine wegspringen würden) und erlaubt ein gezielteres Spielen über lange Distanzen, weil der Impuls besser auf den Ball übertragen wird. Weites Ausholen und kräftiges Schlagen führt leicht zum Verreißen und zu unkontrolliertem Lauf des Balls. Höchstens für den Weitschlag (Bahn 7, System Beton) wird von vielen Spielern ein anderer Schläger benutzt. Viele Profispieler benutzen allerdings für Miniaturgolfbahnen einen schrägeren Putter als für Minigolfbahnen, weil jene nicht betreten werden dürfen.
Erste Minigolfanlage Deutschlands (System Beton Abt. 1) in Traben-Trarbach, 2008. Im Vordergrund Piste 14Vor allem Vereinsspieler besitzen sehr viele Bälle mit unterschiedlichsten Eigenschaften, Spitzenspieler (Bundesliga) etwa 100 bis 300 Bälle. Diese unterscheiden sich in Größe, Gewicht, Härte, Oberfläche, Farbe und besonders in der Sprunghöhe.
Die Größe liegt zwischen 37 und 43 mm Durchmesser. Unterschiede ergeben sich in der Laufruhe und im Bandenverhalten.
Das Gewicht liegt zwischen 30 und 150 Gramm. Die aufzuwendende Schlagstärke und das Zugverhalten bei schiefen und welligen Bahnen, aber auch die Laufruhe sind in Abhängigkeit vom Ballgewicht variabel.
Die Härte (in Shore gemessen) liegt zwischen 25 (weich wie Gummi) und 100 (hart wie Stein). Sie beeinflusst Laufruhe, Bandenverhalten und besonders abhängig von der Sprunghöhe Lauflänge und Zugverhalten.
Die Rück-Sprunghöhe der Bälle liegt, aus einem Meter Höhe auf harten Untergrund fallengelassen und bei einer Temperatur von 20°C, zwischen 0 cm (tot) und 85 cm (schnell). Sie ist bei der Einteilung der Bälle das wichtigste Kriterium. Tote Bälle lösen sich nicht von der Bande, schnellere Bälle banden zunehmend nach der Regel Auftreffwinkel gleich Winkel des Abbandens. Tote Bälle rollen bei gleicher Schlagstärke und Härte erheblich kürzer als schnelle Bälle, springen aus kleinen Zielkreisen (Beispiel System 1, Bahn 8) weniger leicht heraus oder gleiten konstanter und berechenbarer an der Bande entlang (Beispiel System 1, Bahn 11). Auch die Temperatur beeinflusst das Sprungverhalten, weswegen manche Bälle zusätzlich gekühlt oder gewärmt werden, um im entscheidenden Moment die gewünschte Spieleigenschaft zu entfalten.
Eine weitere wichtige Eigenschaft der Bälle ist die Oberfläche. Man unterscheidet grundsätzlich lackierte, rohe und rau-lackierte Bälle. Die Oberfläche hat großen Einfluss auf das Verhalten beim Anschneiden (Effetschlag) der Bälle und beim Bandenspiel. Sie erlaubt zum Beispiel den Rückprall in erheblich engerem Winkel, was etwa bei Zickzackschlägen Vorteile bringt. Zudem hat sie auch Einfluss auf die Lauflänge. Aufgrund des steten Kontaktes des Balls mit der Spielbahn ist die Oberflächenbeschaffenheit mithin erheblich bedeutsamer als beim traditionellen Golfspiel.
Farbe und Musterung dienen nicht zuletzt dazu, auch bei mehreren hundert Bällen die Übersicht zu behalten.
Minigolf System Beton
Minigolf hat 12 m lange und 1,25 m breite genormte Betonbahnen (außer der ca. 25 m langen Weitschlag-Piste), die einschließlich Hindernissen in vorgeschriebener Reihenfolge angelegt sein müssen. Die Abschlagmarkierung auf Minigolfbahnen ist immer ein Kreis mit einem Durchmesser von 30 cm in der Mitte der Banden am Bahnanfang. Der Mittelpunkt hat einen Abstand von 40 cm vom Bahnanfang und ist durch eine kreisförmige Markierung mit einem Durchmesser von maximal 8 cm gekennzeichnet. Die Bahnbegrenzung bilden Flacheisen- bzw. Rohrbanden. Die Hindernisse sind Aufbauten aus Beton oder Naturstein.
Minigolf System Eternit
Minigolf/Eternit hat 6,25 m lange und 0,90 m breite genormte Bahnen. Diese bestehen aus Zementplatten (Eternit), die in Eisenwinkelrahmen verlegt sind. Es gibt insgesamt 20 genormte Minigolfbahnen mit oder ohne Hindernissaufbauten. Abschlag ist immer das gesamt Abschlagsfeld. Von den Banden darf ein liegengebliebener Ball 20 cm abgelegt werden, vom Hindernis 30 cm.
Cobigolf
Cobigolf dürfte wohl den wenigsten bekannt sein, da es recht selten ist. Es gibt zwei verschiedene Arten von Cobigolf: Großcobigolf und Kleincobigolf. Auf beiden Arten muss der Spieler den Ball erst durch ein oder zwei Törchen spielen, bevor er eingelocht werden kann. Unter Groß-Cobi versteht man Betonbahnen mit den gleichen Ausmaßen wie beim Minigolf. Auch hier gibt es einen Weitschlag – manchmal auch zwei.
Beim Klein-Cobi sind die Bahnen aus Eternitplatten und verfügen über die gleichen Maße wie beim Miniaturgolf. Auch hier gibt’s die berühmten Törchen ähnlich dem Krocket.
Sterngolf
Sterngolf wird ebenfalls auf Betonbahnen gespielt. Sie sind ca. 8 m lang und 1 m breit. Der Endkreis hat einen Durchmesser von 2 Metern. Die Hindernisse sind auf jeder Anlage gleich, nur die Reihenfolge kann jeweils verschieden sein. Die Bahnen werden aus Rohrbanden begrenzt. Die letzte Bahn hat dem System den Namen gegeben. Hier ist der Endkreis in Form eines Sterns angelegt, das Zielloch ist auf einem kleinen Hügel angebracht.
Filzgolf
Aus dem skandinavischen Raum stammen die Filzbahnsysteme. Eine Filzgolfanlage besteht aus 18 Bahnen die aus 25 genormten Hindernisarten gewählt werden können. Die Länge der Bahn kann zwischen 6 und 18 Meter liegen, die Breite zwischen 80 und 90cm. Der "Zielkreis" ist achteckig und kann eine Breite zwischen 1,60 und 2,40m haben. Die Banden bestehen aus Holz und die Spielfläche ist mit einem teppichartigen Filz belegt. Der Ball wird von einer Abschlagplatte vom Bahnanfang gespielt.

Die Bälle:
Golfbälle Im Gegenteil zum Rasengolf, bei dem die Spieler eine Vielzahl von Schlägern mit sich führen, reicht dem Minigolf ein einziger Schläger für alle Bahnen. Die Vielfalt liegt hier in der großen Auswahl des Ballmaterials. Dies war allerdings nicht immer so. Noch 1958 kannte man nur zwei Bälle, den aus dem Großgolf stammenden "Erisball" und den etwas langsameren "Waffelball". Doch mit der Erkenntnis, dass mit einem, den unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Bahnen angepasstem Ballmaterial auch bessere Ergebnisse zu erzielen sind, nahm die Entwicklung einen rasanten Verlauf. Heute gibt es Hunderte Bälle von verschiedenstem Umfang und Gewicht. Kleinste Abstufungen vom schnellsten bis zum langsamsten Ball sind erhältlich. Für den Einsteiger ist allerdings nicht ein voller Ballkoffer wichtig, sondern vielmehr eine optimale Zusammenstellung des für seinen Heimplatz notwendigsten Ballmaterials. Es erfordert einige Geduld, um das Tempo eines Balles in den Griff zu bekommen oder sein Bandenverhalten bei unterschiedlicher Witterung und Schlagstärke richtig einzuschätzen. Wer auf diversen Anlagen spielt, wird schnell erfahren, dass die gleichen Bahnen zum Teil mit deutlich abweichenden Bällen gespielt werden müssen um optimale Ergebnisse zu erzielen. Da schwillt der Ballkoffer automatisch an. Sind die Bahnen der turniergerechten Minigolfanlagen auch einheitlich genormt, so weisen sie doch Unterschiede auf. Unter den Betonbahnen gibt es auch solche mit und ohne Lackierung, wobei die unlackierten Bahnen im allgemeinen rauer sind und somit das Spielen von schnelleren Bällen ungefährlicher ist als auf den schnelleren lackierten Bahnen. Hanglage, Witterungseinflüsse über Jahre hinweg oder das Absinken des Untergrundes können den Bahnen en Gefälle geben, das auf den ersten Blick nicht sichtbar ist, beim Lauf des Balles aber deutlich wird. Auch solche Gegebenheiten erfordern die entsprechende Auswahl der Bälle.
Der Schläger
Schl?gerBei der Anschaffung eines Turnierschlägers sollte man sorgfältig überlegen, welcher Neigungswinkel, welches Gewicht sich am besten eignet. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Körpergröße. Ist der Schläger zu klein, wird der Rücken durch extrem gebeugte Schlaghaltung zu sehr beansprucht ist er dagegen zu groß, kann er vom Spieler nicht optimal kontrolliert werden. Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Frage: Beton- oder Eternitspieler? Die Betonbahn darf beim Abschlag und während des Spiels betreten werden, während bei der Eternitbahn das Gegenteil der Fall ist. Die Entfernung zwischen Spieler und Ball ist hier also größer und erfordert einen stärkeren Neigungswinkel des Schlägers. Während auf Beton sowohl L- als auch T-förmige Schläger problemlos gehandhabt werden können, ist ein Bespielen der Eternitbahnen mit steilwinkeligen T-Schlägern äußerst ungünstig.
Allgemeines:
* Minigolf wird mit Ball und Schläger auf einer Minigolfanlage gespielt. Zweck dieses Spieles ist es, den Ball mit möglichst wenigen Schlägen vom Abschlag ins Ziel zu bringen.
Ballwahl/Schlag:
* Für das Spiel an einer Bahn ist pro Spieler jeweils nur ein Ball zugelassen.
* Ein Ball, der beim Bespielen einer Bahn so stark beschädigt wird, dass er nach Ansicht eines Schiedsrichters nicht ordnungsgemäß weitergespielt werden kann, oder der an einer Bahn verlorengeht (und nicht innerhalb 5 Minuten gefunden wird), wird unter Anrechnung eines Zusatzpunktes durch einen anderen Ball ersetzt. Der neue Schlag ist vom letzten Ruhepunkt des beschädigten bzw. vermissten Balles auszuführen.
* Zur Vorbereitung des Schlages ist der Ball mit der Hand auf das Spielfeld zu legen. Ausnahmen sind nur Körperbehinderten oder Spielern mit Ausnahmegenehmigung (Gesundheitsgründe) gestattet. Spielerinnen/Spieler der Seniorenklasse I und II ist es freigestellt, den Ball mit der Hand oder Schläger auf das Spielfeld zu legen.
* Der im Spiel befindliche Ball darf nur durch einen Schlag mit dem Schläger fortbewegt werden. Er darf nur aus der Ruhestellung gespielt und vom Schläger nur im Moment des Schlages berührt werden.
* Vor jedem Schlag ist Schlagstellung einzunehmen. Der Schläger ist von beiden Händen zu führen (Ausnahme: Armbehinderte).
* Ein Schlag ist ausgeführt, wenn der Ball bei Schlagbereitschaft den Schläger berührt und dadurch in Bewegung versetzt wird.
* Schläge sind zu werten, wenn der Ball im Spiel ist. Absichtsloses Berühren des Balles ohne eindeutige Schlagbereitschaft gilt nicht als Schlag.
Schlagbereitschaft:
* Schlagbereitschaft liegt vor, wenn der Spieler nach Ausrichten des Schlägers diesen vom Ball zur Ausführung des Schlages wegführt. Auch das evtl. Hin- und Herbewegen des Schlägers danach gilt als Schlagbereitschaft.
Ball im Spiel:
* Ein Ball befindet sich im Spiel,
1. wenn er durch einen Schlag vom Auflagepunkt der Abschlagsmarkierung in Bewegung gesetzt wird und auf dem Weg zur Grenzlinie bzw. Hindernis ist oder
2. nach korrekter Überwindung der Grenzlinie, wenn er sich innerhalb des Spielfeldes, aber außerhalb des Zieles befindet.
Punkte:
* Jeder Schlag zählt als Punkt. Hat der Ball nach 6 Punkten das Ziel nicht erreicht, ist ein Zusatzpunkt anzurechnen. Die Höchstpunktzahl an einer Bahn ist 7 (Ausnahme: Strafpunkte).
Spielreihenfolge und Bespielen einer Bahn:
* Die Bahnen sind in jedem Durchgang in der Reihenfolge 1-18 zu bespielen.
* Eine Bahn darf bespielt werden, wenn der Vorspieler sein Spiel an der Bahn beendet und sie verlassen hat.
* Bei Gruppenspiel muss jede Bahn während eines Durchganges stets in der gleichen Reihenfolge bespielt werden (Ausnahme: Stechen). Eine neue Bahn darf erst bespielt werden, wenn der letzte Spieler der betreffenden Spielergruppe sein Spiel an der vorhergehenden Bahn beendet hat.
Abschlag und Ablegen:
* An jeder Bahn ist der Ball zu Beginn des Spiels, oder wenn er die Grenzlinie nicht oder nicht korrekt überwunden hat, von der Abschlagmarkierung zu spielen. An Bahnen ohne Hindernisaufbauten ist er auch dann von der Abschlagmarkierung zu spielen, wenn er dahinter zurückgelaufen ist. In allen anderen Fällen ist er unter Berücksichtigung der folgenden Bestimmungen von dort weiterzuspielen, wo er zur Ruhe gekommen ist.
* Verlässt der im Spiel befindliche Ball nach korrekter Überwindung der Grenzlinie die Bahn, wird er dort wieder eingelegt, wo er sie verlassen hat.
* Überwindet der im Spiel befindliche Ball ein etwa vorhandenes zweites oder drittes Hindernis auf einem nicht vorgesehenen Weg, wird er dort vor dem Hindernis wieder eingesetzt, wo er seinen korrekten Lauf beendet hat.
* Bleibt ein im Spiel befindlicher Ball an einem Hindernis oder der Bahnbegrenzung liegen, so darf er nur mit der Hand rechtwinklig abgelegt werden, soweit dies zur Vorbereitung eines neuen Schlages dient, und zwar von einem Hindernis in Spielrichtung bis zu 30 cm, in allen anderen Fällen bis zu 20 cm Abstand.
* Ist der im Spiel befindliche Ball in einem Hindernisaufbau liegengeblieben so muss er in die Richtung abgelegt werden, aus der er gekommen ist.Läuft ein im Spiel befindlicher Ball hinter die Grenzlinie zurück und kommt dort zur Ruhe gilt:
1. Bei Bahnen mit Hindernisaufbauten ist der Ball, ggf. unter Beachtung der Ablegerichtlinien, von dort weiterzuspielen, wo er die Grenzlinie passiert hat.
2. Bei Bahnen ohne Hindernisaufbauten ist der Ball, ggf. unter Beachtung der Ablegerichtlinien, von dort weiterzuspielen, wo er zur Ruhe gekommen ist.
* Der Liegepunkt eines abgelegten bzw. versetzten Balles darf vor dem Schlag nicht nochmal verändert werden.
* Ist eine Bahn nur von der Abschlagmarkierung spielbar, ist jeder Schlag von dort auszuführen.
* Der Ball muss mit seinem Auflagepunkt die Markierung noch berühren.
Hindernisse:
* Hindernisse müssen auf dem vorgeschriebenen Weg überwunden werden. Ein Hindernis ist überwunden, wenn der Ball die Grenzlinie mit seinem Auflagepunkt berührt oder berührt hat.
Ziel:
* Das Ziel ist erreicht, wenn der Ball darin zur Ruhe gekommen ist.
Ende des Spiels:
* Das Spiel an einer Bahn ist beendet, wenn entweder das Ziel erreicht ist, oder bereits 6 Punkte notiert sind.
Lauf des Balles:
* Ein Spieler darf den auf der Bahn liegenden und im Spiel befindlichen Ball mit der Hand nur unter Kontrolle seiner Mitspieler oder des Bahnrichters berühren. Soll er zum Reinigen aufgenommen werden, ist seine Lage vorher eindeutig zu markieren.
* Für die Sauberkeit ist jeder Spieler selbst verantwortlich. Zufällige Behinderungen dürfen nicht beseitigt werden, solange sich der im Spiel befindliche Ball in Bewegung befindet.
* Der Lauf eines im Spiel befindlichen Balles darf nach dem Schlag weder durch den Spieler noch durch eine andere Person absichtlich beeinflusst werden (Windabschirmung außerhalb der Bahn ist erlaubt).
* Wird der Lauf eines im Spiel befindlichen Balles durch äußere Einwirkung (kein Witterungseinfluss) beeinflusst, so ist ohne Bevorzugung oder Benachteiligung des Spielers durch ein Mitglied des Schiedsgerichts ein neuer Schlag festzusetzen.
1. Geschah die äußere Einwirkung vor überwinden der Grenzlinie, hat der neue Schlag vom Abschlag als Wiederholung zu erfolgen, also keine Anrechnung eines Punktes.
2. Bei Beeinflussung hinter der Grenzlinie auf dem Weg zum Ziel gilt allg: neuer Schlag von einem Punkt im Zielkreis, kein Wiederholungsschlag. Alle Schläge sind als Punkte anzurechnen.
* Hat der im Spiel befindliche Ball eindeutig geruht, und wird er danach durch äußere Einwirkung wieder in Bewegung gesetzt, muss er auf den Ruhepunkt zurückgelegt werden.
Betreten der Bahn:
* Eine Bahn darf grundsätzlich nicht betreten werden, solange sich der im Spiel befindliche Ball bewegt. Sonst darf eine Bahn betreten werden, wenn es zugelassen ist.
* Miniaturgolfbahnen dürfen prinzipiell nicht betreten werden.
Strafen:
* Strafen gg. Regelverstöße sind in einem gesonderten Reglement erfasst.

Der beliebte deutsche Showmaster Günther Jauch sprach in seiner "STERN-TV" - Sendung vom 23.5.2007 "von einem nicht zu unterschätzenden Volkssport", der sich hinter dem Leistungssport Minigolf verbirgt. Die Zeiten, als Minigolf als "kleiner Bruder" vom Großgolf abgetan wurde, sind längst vorbei. "Das sind zwei grundverschiedene Sportarten", berichtete der amtierende Europameister Harald Erlbruch dem staunenden Millionenpublikum und lieferte im Studio eine Kostprobe seines außerordentlichen Könnens ab.
Nicht alle können so gut Minigolf spielen, wie Harald Erlbruch, aber die Massen sind trotzdem fasziniert von dem Spiel mit den bunten Bällen und den zum Teil verzwickten Hindernissen. Die "BILD" befand in ihrer Ausgabe vom 11.8.2007: "In" ist es, mit Freunden ´ne Partie Minigolf spielen. Witzig & Gesellig.In Deutschland gibt es geschätzte 4000 Minigolfanlagen quer durch die Republik. Kleine Eternitbahnen, mit den Hindernisklassikern, wie Salto, Netz, Vulkan oder Blitz, aber auch große Betonbahnen, auf denen die "Asse" seltener fallen. Und seit einigen Jahren gibt es auch die ultralangen Filzbahnen. Das aus Skandinavien stammende System erfreut sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit.
Was Minigolf für die Menschen so interessant macht, ist nicht nur die Herausforderung, mit möglichst wenigen Schlägen ins Loch zu kommen (sechsmal darf man, ist der Ball dann immer noch nicht im Loch, werden sieben Schläge notiert). Vielmehr ist Minigolf ein Freizeitvergnügen für die gesamte Familie, ein beliebter Mittelpunkt von Firmen- und Geburtstagsfeiern, und für die ambitionierten Minigolfer ein echter Leistungssport, der deutschlandweit in 300 Vereinen (11000 Mitglieder) von der Kreisklasse bis zur 1. Bundesliga ausgeübt wird.
Weltweit gibt es 40 nationale Verbände, und der internationale Spielbetrieb reicht vom Europacup der Landesmeister bis hin zu Europa- und Weltmeisterschaften.
Der Turniersport ist in Alterskategorien eingeteilt (bis 15 Jahre: Schüler/innen, bis: 19 Jahre: Junioren/innen, ab 19 Jahre: Damen und Herren, ab 45 Jahre: Senioren/innen I, ab 58 Jahre: Senioren/innen II).
Die Medienwelt hat die aufstrebende Sportart verstärkt wahrgenommen. Wenn ein Spitzensport vor dem gewaltigen Hintergrund von 20 Mio jährlichen Freizeitminigolfern stattfindet, dann muss was dran sein an diesem Sport.
Auch die Sponsoren haben den entfachten Trend erkannt, und so hofft man fernab jeglicher Dopingproblematik im "Deutschen Minigolfsport Verband", auf möglichst viele starke Partner, um den Sportbetrieb auszubauen und die ehrgeizigen Ziele (z.B. olympische Sportart werden) zu erreichen.

Von grundlegender Bedeutung sind hier Schlaghaltung und Schlagstellung.
Die Haltung des Schlägers:
Beide den Schläger führende Hände sollen am Griff eine geschlossene Einheit bilden. Sie müssen also dicht beieinander am Schläger liegen. Rechtshänder umfassen den Schläger so, dass die linke Hand am oberen Ende des Schaftes liegt, die rechte als "Führhand" unmittelbar darunter. Bei Linkshändern ist dies umgekehrt. Dabei müssen die Hände den Schaft fest umgreifen, ohne aber zu verkrampfen. Ob dabei Daumen und Zeigefinger um den Schläger gekrümmt bleiben (Faustgriff) oder die Zeigefinger seitlich am Schlägerschaft entlangliegen (Zeigefingergriff) ist die Sache des Ausprobierens. Zwar begegnet man auf den Minigolfanlagen oft den exotischsten Schlagstellungen, doch sind die nicht unbedingt nachahmenswert. Allerdings lässt sich aufgrund des Verbotes, Eternitbahnen zu betreten, die vorgeschriebene Schlagstellung auf Beton leichter einhalten.
Die Schlagstellung:
Für den Geradschlag wie für den Bandenschlag gilt folgende Grundregel: Ball und Füße bilden ein etwa gleichwinkeliges Dreieck. Beide Füße stehen parallel zur Schlagrichtung.
